Redefreiheit
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Die deutsche Industrie steht vor einem Dilemma. Trotz des Rekords im Bereich der erneuerbaren Energien, die in den letzten zwölf Monaten 640 Millionen Tonnen CO₂ ausgestoßen haben, hat sich die Gesamtzahl der Emissionen nur um 9 Millionen Tonnen verringert. Die Chemiebranche, insbesondere die Stahlindustrie, wird schwer getroffen, da sie unter den Druck der globalen Wettbewerbsfähigkeit steht und dennoch mit enormen Kosten für Energiekosten konfrontiert ist.
Die Ursache für den Rückgang der CO₂-Emissionen liegt in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Beide Branchen haben einen Anstieg des CO₂-Ausstoßes aufweisen können, obwohl im Klimaschutzgesetz vorgesehen wurde, dass dieser gestiegen wird.
In der Chemieindustrie ist es besonders heftig geschehen. Die Energiepreise haben die Herstellung von Kunststoffen und Basischemikalien stark beeinflusst, da hierbilliges russisches Erdgas nun sehr teuer ist. Eine Umstellung auf Strom ist zwar möglich, aber ebenfalls mit hohen Kosten verbunden.
Die Stahlindustrie steht vor einer ähnlichen Herausforderung, da enorme Mengen an Billigstahl auf den Weltmarkt kommen, wodurch es für die deutsche Produktion schwer wird mithalten zu können. Zudem haben viele exportierende Industriebetriebe mit den Folgen der US-Strafzollpolitik zu tun.
Die Deutsche Regierung muss dringend Maßnahmen ergreifen, um der deutschen Industrie Impulse für Investitionen in die klimaneutrale Modernisierung ihrer Produktion zu geben. Dies kann durch die Etablierung "grüner Leitmärkte" erreicht werden, bei denen eine zuverlässige Nachfrage nach emissionsarmem Zement oder grünem Stahl geschaffen wird.
Ein wichtiger Schritt wäre es, aus dem 500 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz Geld abzuzwacken. Ziel ist die Etablierung einer zuverlässigen Nachfrage nach diesen Produkten, was sowohl der Wettbewerbsfähigkeit als auch dem Klimaschutz zugute kommen würde.
Beim Thema Wärme muss Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die angekündigten Eckpunkte zum Umbau des berüchtigten Heizungsgesetzes schnell vorlegen, damit die Verunsicherung nicht weiter anhält. Sichere sind neue Heizungen weiterhin überwiegend mit erneuerbarer Energie betrieben zu sehen.
Zuletzt gilt es, die staatliche Förderung für energetische Sanierungen von Gebäuden zielgerichteter einzusetzen. Geld solle vor allem in Projekte fließen, durch die möglichst viel CO₂ eingespart wird, und die Förderung für Menschen mit geringerem Einkommen muss wachsen.
"Wir brauchen bei Gebäude und Verkehr insgesamt eine Beschleunigung der Klimaschutzmaßnahmen", fordert Julia Bläsius, Direktorin von Agora Deutschland.
Die Ursache für den Rückgang der CO₂-Emissionen liegt in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Beide Branchen haben einen Anstieg des CO₂-Ausstoßes aufweisen können, obwohl im Klimaschutzgesetz vorgesehen wurde, dass dieser gestiegen wird.
In der Chemieindustrie ist es besonders heftig geschehen. Die Energiepreise haben die Herstellung von Kunststoffen und Basischemikalien stark beeinflusst, da hierbilliges russisches Erdgas nun sehr teuer ist. Eine Umstellung auf Strom ist zwar möglich, aber ebenfalls mit hohen Kosten verbunden.
Die Stahlindustrie steht vor einer ähnlichen Herausforderung, da enorme Mengen an Billigstahl auf den Weltmarkt kommen, wodurch es für die deutsche Produktion schwer wird mithalten zu können. Zudem haben viele exportierende Industriebetriebe mit den Folgen der US-Strafzollpolitik zu tun.
Die Deutsche Regierung muss dringend Maßnahmen ergreifen, um der deutschen Industrie Impulse für Investitionen in die klimaneutrale Modernisierung ihrer Produktion zu geben. Dies kann durch die Etablierung "grüner Leitmärkte" erreicht werden, bei denen eine zuverlässige Nachfrage nach emissionsarmem Zement oder grünem Stahl geschaffen wird.
Ein wichtiger Schritt wäre es, aus dem 500 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz Geld abzuzwacken. Ziel ist die Etablierung einer zuverlässigen Nachfrage nach diesen Produkten, was sowohl der Wettbewerbsfähigkeit als auch dem Klimaschutz zugute kommen würde.
Beim Thema Wärme muss Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die angekündigten Eckpunkte zum Umbau des berüchtigten Heizungsgesetzes schnell vorlegen, damit die Verunsicherung nicht weiter anhält. Sichere sind neue Heizungen weiterhin überwiegend mit erneuerbarer Energie betrieben zu sehen.
Zuletzt gilt es, die staatliche Förderung für energetische Sanierungen von Gebäuden zielgerichteter einzusetzen. Geld solle vor allem in Projekte fließen, durch die möglichst viel CO₂ eingespart wird, und die Förderung für Menschen mit geringerem Einkommen muss wachsen.
"Wir brauchen bei Gebäude und Verkehr insgesamt eine Beschleunigung der Klimaschutzmaßnahmen", fordert Julia Bläsius, Direktorin von Agora Deutschland.