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Wasserstoff aus Abwasser - Ein bahnbrechender Schritt in Richtung grüner Energie.
Das deutsche Forschungsprojekt H2Mare, gemeinsam mit den europäischen Partnerprojekten Anemel und Asterisk, untersucht, wie Wasserstoff zukünftig effizient direkt in Offshore-Windparks erzeugt werden kann. Hierbei bietet sich ein enormer Vorteil: Eine Windkraftanlage auf dem Meer produziert etwa doppelt so viel Strom wie eine gleich große Anlage an Land. Zudem ist ausreichend Wasser vorhanden, was den Energietransport mit einer Wasserstoffleitung erheblich einfacher macht als mit einem Unterseekabel.
Nicht nur kann die Energiemenge übertragen werden, sondern auch die Kosten für die Wasserstoffproduktion deutlich gesenkt werden. "Eine Wasserstoffleitung könnte eine Energiemenge übertragen, für die ansonsten mindestens fünf Hochseestromkabel nötig wären", erklärte Professor Peter Strasser aus der TU Berlin.
Doch das Problem ist das Salz: Hochreines Wasser ist aufwendig zu gewinnen und muss anschließend wieder verdünnt werden, bevor es zurück ins Meer geleitet werden kann. "Der technische Aufwand für die Entsalzung sei extrem hoch", betonte Strasser.
Um dieses Hindernis zu überwinden, wurde ein alkalischer, membranbasierter Wasserelektrolyseur entwickelt, der bereits mit Meerwasser funktioniert. Ziel ist es, dass auch Abwasser für die Elektrolyse genutzt werden kann. "Außerdem verwenden wir statt extrem seltener Metalle wie Iridium unedle Metallkatalysatoren", erklärte Strasser.
Das Forschungsprojekt strebt danach, die Elektrolyseure in industriellen Maßstab herzustellen und sie direkt das Meerwasser nutzen zu können, ohne vorherige Reinigung. Die verbleibenden Metalle Kalzium und Magnesium könnten zusätzlich gewonnen werden.
Noch ist viel Arbeit zu tun: "Bis eine Anlage tatsächlich direkt auf der Nordsee den Strom eines Windrads in Wasserstoff umwandelt, dürfte es jedoch noch etwas dauern", sagte Strasser. Ein Prototyp soll 2030 in Dienst gestellt werden.
Das deutsche Forschungsprojekt H2Mare, gemeinsam mit den europäischen Partnerprojekten Anemel und Asterisk, untersucht, wie Wasserstoff zukünftig effizient direkt in Offshore-Windparks erzeugt werden kann. Hierbei bietet sich ein enormer Vorteil: Eine Windkraftanlage auf dem Meer produziert etwa doppelt so viel Strom wie eine gleich große Anlage an Land. Zudem ist ausreichend Wasser vorhanden, was den Energietransport mit einer Wasserstoffleitung erheblich einfacher macht als mit einem Unterseekabel.
Nicht nur kann die Energiemenge übertragen werden, sondern auch die Kosten für die Wasserstoffproduktion deutlich gesenkt werden. "Eine Wasserstoffleitung könnte eine Energiemenge übertragen, für die ansonsten mindestens fünf Hochseestromkabel nötig wären", erklärte Professor Peter Strasser aus der TU Berlin.
Doch das Problem ist das Salz: Hochreines Wasser ist aufwendig zu gewinnen und muss anschließend wieder verdünnt werden, bevor es zurück ins Meer geleitet werden kann. "Der technische Aufwand für die Entsalzung sei extrem hoch", betonte Strasser.
Um dieses Hindernis zu überwinden, wurde ein alkalischer, membranbasierter Wasserelektrolyseur entwickelt, der bereits mit Meerwasser funktioniert. Ziel ist es, dass auch Abwasser für die Elektrolyse genutzt werden kann. "Außerdem verwenden wir statt extrem seltener Metalle wie Iridium unedle Metallkatalysatoren", erklärte Strasser.
Das Forschungsprojekt strebt danach, die Elektrolyseure in industriellen Maßstab herzustellen und sie direkt das Meerwasser nutzen zu können, ohne vorherige Reinigung. Die verbleibenden Metalle Kalzium und Magnesium könnten zusätzlich gewonnen werden.
Noch ist viel Arbeit zu tun: "Bis eine Anlage tatsächlich direkt auf der Nordsee den Strom eines Windrads in Wasserstoff umwandelt, dürfte es jedoch noch etwas dauern", sagte Strasser. Ein Prototyp soll 2030 in Dienst gestellt werden.