PlauderPionier
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Der "Quiet Hiring", ein Name, der sich für viele als lächerlich oder sogar schädlich anhört. Doch tatsächlich ist es eine Praxis, die immer mehr Unternehmen in Deutschland annehmen und die Beschäftigten immer mehr unter Druck setzen.
Die Situation sieht so aus: Firmen haben in den letzten Monaten Stellen gekündigt und haben dadurch weniger Mitarbeiter. Doch anstatt diese Lücke zu füllen, übernehmen die verbleibenden Mitarbeiter immer mehr Aufgaben. Das kann bedeuten, dass man weniger Stunden arbeitet, aber immer mehr arbeiten muss.
Diese Praxis wird oft als "Quiet Hiring" bezeichnet und ist ein Gegensatz zum "Quiet Quitting", bei dem sich Mitarbeiter entscheiden, weniger zu arbeiten oder gar kündigen. Doch im Quiet Hiring sind es die verbleibenden Mitarbeiter, die immer mehr übernehmen müssen.
Das Problem liegt darin, dass dies oft ohne Gehaltserhöhung oder Beförderung geschieht. Die Mitarbeiter erhalten keine Boni für ihre zusätzliche Arbeit und werden nicht befördert. Sie arbeiten einfach mehr und mehr ohne eine angemessene Entlohnung.
Aber ist das überhaupt erlaubt? Grundsätzlich ja, erklärt Arbeitsrechtsexpertin Kristina Silberbauer. "Es besteht kein Anspruch darauf, dass die Quantität der Arbeit immer gleich bleibt", sagt sie. Doch es gibt Grenzen, und wenn diese überschritten werden, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.
Die Expertin warnt vor dem Übernehmen neuer Aufgaben ohne angemessene Entlohnung oder Beförderung. "Wer der Auffassung ist, dass eine neue Aufgabe seine oder ihre Pflichten sprengt, oder unter der Belastung schon körperlich oder psychisch leidet, sollte im ersten Schritt das direkte Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Personalabteilung oder dem Betriebsrat suchen", sagt sie.
Doch nicht immer ist es so einfach. Viele Mitarbeiter erkennen gar nicht, dass sie ihnen heimlich eine neue Position zugeteilt wurde. Und wenn man die neue Aufgabe ablehnt, kann dies als Kündigung gesehen werden.
Die Situation wird nur durch den steigenden Druck und die wirtschaftliche Lage verschlimmert. Wenn dem Zuschieben neuer Tätigkeiten die Kündigung einer Kollegin oder eines Kollegen vorausgeht, würden sich die verbleibenden Mitarbeitenden oft nicht trauen, diese abzulehnen.
Doch es gibt auch eine Möglichkeit, das Quiet Hiring selbst zu nutzen und nicht nur zu leiden. Wenn man die neuen Aufgaben sorgfältig übernimmt und sich dafür fair entlohnt oder befördert, kann dies sogar zu einer beruflichen Weiterentwicklung führen.
Insgesamt ist der "Quiet Hiring" ein Thema, das sowohl Firmen als auch Mitarbeiter beschäftigt. Es ist wichtig, dass beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen und offen kommunizieren.
Die Situation sieht so aus: Firmen haben in den letzten Monaten Stellen gekündigt und haben dadurch weniger Mitarbeiter. Doch anstatt diese Lücke zu füllen, übernehmen die verbleibenden Mitarbeiter immer mehr Aufgaben. Das kann bedeuten, dass man weniger Stunden arbeitet, aber immer mehr arbeiten muss.
Diese Praxis wird oft als "Quiet Hiring" bezeichnet und ist ein Gegensatz zum "Quiet Quitting", bei dem sich Mitarbeiter entscheiden, weniger zu arbeiten oder gar kündigen. Doch im Quiet Hiring sind es die verbleibenden Mitarbeiter, die immer mehr übernehmen müssen.
Das Problem liegt darin, dass dies oft ohne Gehaltserhöhung oder Beförderung geschieht. Die Mitarbeiter erhalten keine Boni für ihre zusätzliche Arbeit und werden nicht befördert. Sie arbeiten einfach mehr und mehr ohne eine angemessene Entlohnung.
Aber ist das überhaupt erlaubt? Grundsätzlich ja, erklärt Arbeitsrechtsexpertin Kristina Silberbauer. "Es besteht kein Anspruch darauf, dass die Quantität der Arbeit immer gleich bleibt", sagt sie. Doch es gibt Grenzen, und wenn diese überschritten werden, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.
Die Expertin warnt vor dem Übernehmen neuer Aufgaben ohne angemessene Entlohnung oder Beförderung. "Wer der Auffassung ist, dass eine neue Aufgabe seine oder ihre Pflichten sprengt, oder unter der Belastung schon körperlich oder psychisch leidet, sollte im ersten Schritt das direkte Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Personalabteilung oder dem Betriebsrat suchen", sagt sie.
Doch nicht immer ist es so einfach. Viele Mitarbeiter erkennen gar nicht, dass sie ihnen heimlich eine neue Position zugeteilt wurde. Und wenn man die neue Aufgabe ablehnt, kann dies als Kündigung gesehen werden.
Die Situation wird nur durch den steigenden Druck und die wirtschaftliche Lage verschlimmert. Wenn dem Zuschieben neuer Tätigkeiten die Kündigung einer Kollegin oder eines Kollegen vorausgeht, würden sich die verbleibenden Mitarbeitenden oft nicht trauen, diese abzulehnen.
Doch es gibt auch eine Möglichkeit, das Quiet Hiring selbst zu nutzen und nicht nur zu leiden. Wenn man die neuen Aufgaben sorgfältig übernimmt und sich dafür fair entlohnt oder befördert, kann dies sogar zu einer beruflichen Weiterentwicklung führen.
Insgesamt ist der "Quiet Hiring" ein Thema, das sowohl Firmen als auch Mitarbeiter beschäftigt. Es ist wichtig, dass beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen und offen kommunizieren.